»Etwas ist immer«

von Michael Dahlinger (Kommentare: 0)

Die Evangelische Kirchengemeinde lud zu einem bunten Gedichte- und Liederabend um das Thema Glück ein. Unter dem Titel »Etwas ist immer« trugen sechs Mitglieder der beiden kirchlichen Chöre Texte aus den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts vor – von Kurt Tucholsky, Erich Kästner, Mascha Kaléko, Christian Morgenstern und Joachim Ringelnatz. Der Einladung folgten knapp 100 begeisterte Zuhörende.
In allen auch auswendig vorgetragenen Texten wurde die Möglichkeiten von Glück erkundet. Mal witzig, wie in Tucholskys Gedicht, vom »Ideal«, in dem er durchbuchstabiert, was der Mensch sich so alles wünscht: »Ja, das möchste, eine Villa im Grünen mit großer Terrasse«, wohl wissend, dass man nicht alles haben kann. Denn »Etwas ist immer!« Mal nachdenklich, wie im Gedicht von Mascha Kaléko, die ein »RezeptÍ erdichtet hat, wie man sich im Leben wappnen kann: »Jage die Ängste fort und die Angst vor den Ängsten«. Auch das rostfreie Liebesglück zwischen einem Nagel und einer Messingschraube (Ringelnatz) lehrte das amüsierte Publikum: »Ja, alte Liebe, die rostet nicht«. Und einem weiteren Paar kommt die Liebe einfach abhanden, »wie anderen Leuten ein Stock oder Hut«, wie in Kästners Sachlicher Romanze. Bei aller Heiterkeit wurden Leiden und Verlust nicht ausgespart wie in Tucholskys wunderbaren Text Brot und Tränen. In der Beschreibung Trauergesellschaft wird darin das zaghafte Wunder beschrieben, wie das Leben auch nach dem Abschied von einem lieben Menschen sich »seine Leute wieder holt«. Auch Max Raabes Songs Es wird wieder gut und Guten Tag, liebes Glück erklangen im Duett und ließen einen unverwüstlichen Optimismus hochleben. Auf der großen Leinwand projizierte Bilder veranschaulichten die Aussagen jedes Textes.
Am Ende des Abends läuteten Frühlingsgedichte den nahenden Frühling ein und gemeinsam sangen die Vortragenden mit dem begeisterten Publikum den Kleinen grünen Kaktus der Commedian Harmonists. Ein ungemein kurzweiliger Abend, der mit Geplauder und einem Sektumtrunk endete.

Mitglieder des Pop- und Gospelchores »Kreuz und quer« trugen die Leider und Texte vor, die von Holger Andreas ausgesucht wurden.

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